Franz Xaver Gruber und die stille Nacht



Franz Xaver Gruber und die Geschichte seines #1-Hits sind sehr gut erforscht.

In Hallein bei Salzburg, wo er immerhin 30 Jahre lebte, gibt es als Standort des bekannten Keltenmuseums auch ein Stille-Nacht-Museum. Auch in seiner Geburtsgemeinde Hochburg-Ach wird mit einem „Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnishaus“ seiner gedacht. Und nicht zuletzt gibt es in Oberndorf, dem Ort der Uraufführung von Stille-Nacht, an der Stelle der alten Schifferkirche St. Nikola eine Stille-Nacht-Kapelle.

Mit dieser fundierten Aufarbeitung seiner Geschichte konkurrieren zu wollen wäre vermessen.

Franz Xaver Gruber
Porträt Franz Xaver Grubers,
gemalt von Sebastian Stief, Hallein 1846

Doch auch wenn man nicht den Quellenschatz eines Museums zur Verfügung hat – die genealogischen Aufzeichnungen erzählen uns doch auch einiges über sein Leben und in diesem Fall gibt es sogar einen persönlichen Bezug zu dieser berühmten Person, doch davon am Ende dieses Beitrags.

Der Weberlaufbahn entgangen

Geboren wurde er am 25.11.1787 als Conrad Xaver Gruber in Unterweitzbach, einem kleinen Weiler in der Gemeinde Hochburg-Ach im Bezirk Braunau. Sein Vater wird in seinem und den Taufbuch-Einträgen seiner 5 Geschwister als Leinweber oder auch als „Söldner und Wöbermaister auf der Stainbointhner Sölden“ bezeichnet.

Pfarre Hochburg-Ach, Taufbuch 4 – p.42 (1787)

Die nähere Ortsangabe der „Steinpointner Sölde“ ist im Taufbuch manchmal nur mit etwas Phantasie in dieser Form nachvollziehbar. Doch im Kartenwerk des Franziszäischen Katasters ist sie unweit des Ortes Hochburg gut zu erkennen.

Der Begriff der „Sölde“ bezeichnete ebenso wie die „Keusche“ ein kleines Bauernhaus ohne nennenswerten Grund, weswegen die „Söldner“ oder „Keuschler“ in der Regel davon allein nicht leben konnten und als Taglöhner zusätzlichen „Sold“ verdienen mussten.

Pfarre Hochburg-Ach – Taufbuch 3 – p.242 (1739)

Am 2. Jänner 1770 hatte der Vater des Komponisten Anna Maria Dannacher geheiratet.

Die Geburt des Vaters, als Sohn der Eltern Georg und Magdalena, finden wir in Hochburg-Ach am 5. März 1739.

Interessant dabei ist die Ortsangabe „bey dem Österbauer“.

Einen Hof dieses Namens konnte ich bislang in der Gemeinde Hochburg-Ach nicht finden. Allerdings zeigt uns das Taufregister 2 (1745-1810) eine wahre Flut an Österbauers an einer Vielzahl von Orten und Weilern in der Pfarre Hochburg-Ach.

Insgesamt werden 149 Österbauers auf 8 Seiten des Index aufgelistet. Über 60 Jahre hinweg ist die Flut vielleicht nicht mehr ganz so beeindruckend – aber nachdem in einem Index selten ein einzelner Namen innerhalb eines Buchstabens so dominiert, ist die Dichte doch eindrucksvoll.

Pfarre Hochburg-Ach – Auszüge aus dem Taufregister 2 (1745-1810)

Am 3. Juli 1731 verzeichnet das Trauungsbuch 1 von Hochburg-Ach die Ehe von Georg Gruber, Sohn des Bauern Georg und seiner Frau Catharina Hillbergerin – und passend zur späteren Geburt von Joseph fungiert ein Simon Österbauer als Trauzeuge!

Pfarre Hochburg-Ach, Trauungsbuch 1 – p.70

Der österreichische Föderalismus beschert uns 9 unterschiedliche GIS-Systeme, die in ihrer Darstellung konsequenter- und hilfreicherweise auch immer an der Landesgrenze enden. (Technisch dürfte die Anzahl der Plattformen darunter zwar geringer sein, schildbürgerlich bleibt es m.E. dennoch). Oberösterreich verfügt in seinem GIS-Ableger „DORIS“ allerdings über ein spezielles, für Ahnenforscher sehr spannendes Thema: „Hofnamen und Häusergeschichte“. Und dieses Thema hilft uns, das genannte Österbauer-Gut in der Ortschaft Mitterndorf unweit von Hochburg zu identifizieren. Im Haus gegenüber – dem Forsthubergut – ist übrigens 1818 ein Simon Österbauer gestorben. Doch mit einem Geburtsjahr von 1760 kann er nicht der Trauzeuge von 1731 gewesen sein – aber vielleicht sein Sohn?

Geburten knapp nach der Trauung erscheinen sehr wahrscheinlich, im Taufbuch 1 ist allerdings nur eine vor 1739 (Magdalena, 1737) zu finden. Diese Geburt bestätigt uns Stand und Wohnort als „Wöber und Inwohner bey dem Österbauer“. Georg Gruber I + II scheinen allerdings aus einer anderen Pfarre zu stammen, die Ortsangabe bei der Trauung liest sich wie „zu Esling schle(c)htorffer pfarr“.

Inhaltlich aufgrund der Schreibweise vielleicht am Naheliegendsten wäre die Pfarre St. Tertulian in Schlehdorf (auch Schlechdorf), südwestlich von München am schönen Kochelsee gelegen. Hier gibt es Matriken für den Zeitraum 1660-1726, doch finden wir darin jede Mengen Gstaigers und Geigers, aber keinerlei Hinweise auf Grubers.

Schleedorf bei Mattsee wäre geografisch naheliegender, beträgt die Distanz doch nur ca. 35 km Luftlinie. Doch Schleedorf war erst seit 1787 eine eigenständige Pfarre, also gute 50 Jahre zu spät für Georg & Georg. Vor der Erhebung zur eigenständigen Pfarre gehört Schleedorf zur Pfarre Mattsee. Dort findet man wenige Grubers, doch die Geburten liegen in den Jahren 1737 und 1739, als die Kinder von Gruber bereits in Hochburg-Ach zur Welt kamen.

Ein weitere Blick in die Karte des Franziszäischen Kataster zeigt uns allerdings bei Schleedorf einen Weiler namens „Eslinger“, ich würde also darauf setzen, dass die Grubers doch aus Schleedorf bei Mattsee kamen.

Weiter zurück konnte ich die Geschichte der Familie derzeit nicht erforschen. Soweit ich weiß, verfügt das Stille-Nacht Museum noch über weitere Quellen, die auch über die Großeltern und Urgroßeltern von Franz Xaver Gruber noch mehr verraten. Vielleicht kann an dieser Stelle angesetzt werden.

Wenden wir uns also wieder dem Komponisten zu.

Musikalisches Talent

Über die Berufsausbildung des jungen Franz Xavers verraten uns die Kirchenbücher nichts, doch sein musikalisches Talent wurde offenbar vom Pfarrer und Lehrer erkannt und gefördert:

Franz Xaver Gruber sollte wie seine Brüder Weber werden, es zeigte sich jedoch bald das musikalische Talent des Buben. Nur sehr schwer konnte der Vater vom Lehrer und vom Pfarrer überzeugt werden, das Talent des Buben zu fördern. Nach langem Zögern gab der Vater die Erlaubnis, in Burghausen beim Stadtpfarrchorregent Hartdobler eine Ausbildung im Klavier- und Orgelspiel beginnen zu dürfen

Stille Nacht Gesellschaft

An der Seite einer erprobten Mesnersgattin

Gruber war in seinem Leben dreimal verheiratet. Zu seinen Lebzeiten wurde das romantische Ideal der Liebesheirat zwar zunehmend populärer, seine erste Ehe dürfte allerdings eher in die Kategorie der Vernunftehen einzuordnen sein. Nach seiner Ausbildung zum Lehrer ehelichte er am 06.07.1807 die zweimalige Witwe Elisabeth Fischinger – „…um in die Mesnerwohnung der Wallfahrtskirche Maria im Mösl in Arnsdorf einziehen zu können„, wie dies Wikipedia ganz unromantisch formuliert. Doch war das so?

Elisabeth Fischinger hatte nur wenige Jahre zuvor am 14.02.1800 den 32-jährigen Meßner und Schullehrer von Unterarnsdorf Anton Dürnberger geheiratet, den sie allerdings am 05.06.1801 nach nur einem Jahr aufgrund eines „Fäulungsfiebers“ wieder beerdigen musste. Trotz der Kürze der Zeit die ihnen gegönnt war entstammen der Verbindung allerdings mit Anton („von Padua“ – 08.12.1800) und Maria Elisabeth (10.01.1802) gleich 2 Kinder.

Und so heiratete sie bereits am 16.11.1801 erneut, nämlich den „gewesenen Meßner von Gstaig und angehenden Meßner allhier“, Andreas Englsperger.

Doch auch dieser Mann sollte nicht lange an ihrer Seite bleiben. Nach der Geburt dreier Kinder (Elisabeth, 1803, Johann Jakob, 1805 und Maria Klara 1806) verstarb er am 30.09.1806 nach fünf Ehejahren an „Auszehrung“, wodurch die Messner-Stelle von Arnsdorf erneut zu besetzen war.

Pfarre Lamprechtshausen - Trauungsbuch III - p.130
Pfarre Lamprechtshausen – Trauungsbuch III – p.130

Und wieder wurde auf die offenbar bewährte Anordnung zurückgegriffen. Der angehende Meßner Franz Xaver Gruber (wie er sich laut Trauungsbuch nun offenbar nannte) heiratete die Bewohnerin des Meßnerhauses – ein vermutlich für alle Beteiligten sehr zweckdienliches Arrangement.

Mit Elisabeth hatte er noch zwei Töchter (Maria Theresia, 1809 und Theresia, 1815) bevor seine Frau am 15.08.1825 im Alter von 51 Jahren verstarb. In diese Zeit seines Schaffens fällt auch die Entstehung seines bedeutendsten Werkes: das ‚einfache Weihnachtslied‘ „Stille Nacht, heilige Nacht“, das er im Jahre 1818 zum bestehenden Text von Joseph Mohr komponierte und gemeinsam mit diesem in der Oberndorfer St. Nikolaus-Kirche uraufführte.

Von der Vernunftehe zur Liebesheirat?

Grubers erste Frau war um 13 Jahre älter, zum Zeitpunkt der Heirat bereits mit mehreren Kindern gesegnet und mit zwei verstorbenen Gatten auch schon reichlich vom Schicksal geprüft.

Bei seiner zweiten Ehe sollte sich dieses Verhältnis nun komplett ins Gegenteil verkehren. Im Jahre 1826 heiratete der 39-Jährige seine ehemalige Schülerin Maria Breitfuss, eine 19-Jährige aus der unmittelbaren Nachbarschaft (Unterarnsdorf 11). Ihr Vater und ihr Großvater werden in den Kirchenbüchern als „Brodmann“ (und Hausbesitzer) geführt, wobei für mich nicht zweifelsfrei klärbar war, ob es sich dabei um eine Berufsbezeichnung (z.B. im Sinne eines fahrenden Bäckers) handelt oder ev. um einen Vulgonamen. Ich tendiere zu ersterem weil im Taufbuch von Felix Gruber aus dem Jahre 1840 seine Mutter Maria tituliert wird als „des Barthlmä Breitfuss Brottragers bei Arnsdorf und der Maria Fenninger ehel. Tochter“.(1)

Pfarre Lamprechtshausen – Trauungsbuch III – p.190

Am 24.01.1826 dürfte im Übrigen in Unterarnsdorf größerer Trubel geherrscht haben. Die Hochzeit von Franz Xaver Gruber (Unterarnsdorf 9) mit Maria Breitfuss (Unterarnsdorf 11) war nämlich eine Doppelhochzeit. Aus dem Hause Breitfuss heiratete nämlich auch ein Johann Obermayer, Sohn einer Maria Breitfuss und damit vermutlich (aber nicht überprüft) der Cousin von Maria Breitfuss.

Gut situiert in unruhigen Zeiten

Franz Xaver Gruber lebte mit seinen Frauen in einer politisch unruhigen Zeit. Im Jahr der Geburt seiner Tochter Maria Theresia marschierte Napoleon in Graz ein und besiegte die Truppen Erzherzog Karls von Österreich in der Schlacht bei Wagram. Nach den Koalitionskriegen, die das halbe bisherige Leben Grubers gedauert hatten, wurde Europas politische Landschaft am Wiener Kongress völlig neu geordnet. Das bis dahin bayerische Salzburg kam zu Österreich – eine große Änderung für Salzburg, aber wohl eine nur bedingt zufriedenstellende Entschädigung für Gebietsverluste in anderen Ecken des Habsburger Reiches. Der Niedergang der Salzach-Schifffahrt, mit der das Erzbistum Salzburg den Salzhandel in dieser Region kontrolliert hatte, war mitten im Gange. Laufen und Oberndorf, zwei Städte die durch den Salzhandel zu etwas Wohlstand gekommen waren, standen vor einem deutlichen Bedeutungsverlust.

Mit dem Übergang Salzburgs an Österreich 1816 verlor die Saline Hallein ihre Monopolstellung und geriet gegenüber den österreichischen Salinen im Salzkammergut deutlich ins Hintertreffen. Damit war auch die Salzschiffahrt auf der Salzach, die durch Jahrhunderte den Menschen ein kärgliches aber regelmäßiges Einkommen gesichert hatte, bedroht.
Die Schiffergemeinde Laufen-Oberndorf, die sich 1828 aus den Schiffleuten Laufens, Oberndorfs, Halleins und Obernbergs konstituierte, wurde weder von Bayern noch von Österreich anerkannt und besaß auch beim Salztransport keine Monopolstellung mehr. Die Konkurrenz privater Schiffsunternehmer führte bisweilen zu tätlichen Auseinandersetzungen

Heinz DOPSCH, „Inn-Salzach, ein Flußsystem macht Geschichte“,
Bayer. Akad.f. Naturschutz u. Landschaftspflege – Laufen / Salzach 1999

Kurz vor Grubers Tod im Jahre 1863 versetzte die Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Bahn (geleitet vom Ururgroßvater Niki Laudas) der Salzach-Schifffahrt, die bis dahin das Salz aus Hallein und Bad Reichenhall bis nach Wien, Buda und Pest transportiert hatte, den endgültigen Todesstoß.

Kinder, Kinder bis zum Tode (der Frau)

Seinen Wunsch, Organist und Lehrer in Oberndorf zu werden(2), begrub er 1829 endgültig und übersiedelte mit seiner wachsenden Familie nach Berndorf bei Salzburg. In der Zwischenzeit verbreitete sich seine Komposition ohne sein Zutun und sein Wissen, vor allem durch das Wirken der Geschwister Strasser – innerhalb von Europa, später sogar in Nordamerika.

Im Jahre 1833, das Lied von Gruber/Mohr wurde mittlerweile in Dresden unter dem Titel „Vier ächte Tyroler-Lieder“ erstmalig gedruckt, entschied er auf Anraten des Halleiner Dechants, sich für die Stelle als Stadtpfarr-Chorregent in der Stadt Hallein zu bewerben. Er erhielt diese Stelle auch, was einen enormen Aufstieg für den Dorforganisten, -Kantor und Messner bedeutete.

In den Jahren in Berndorf und Hallein wuchs mit seinem steigenden Wohlstand auch seine Familie stetig. Mit Maria Breitfuss zeugte er nach allen Quellen zehn Kinder, von denen nur vier das Erwachsenenalter erlebten (Ich konnte noch nicht für alle Kinder Quellen finden). Die Belastung muss für die junge Frau, die mindestens jedes zweite Jahr eine Schwangerschaft und Geburt zu bewältigen hatte, enorm gewesen sein. Letztlich ist sie bei der Geburt ihres letzten Kindes im Alter von nur 35 Jahren gemeinsam mit diesem gestorben (auch wenn der Sterbebuch-Eintrag dazu nicht sehr aussagekräftig ist).

NameGeburtsdatumGeburtsortSterbedatumSterbeortAlter
Franz Xaver27.11.1826Unterarnsdorf18.04.1871Hallein44 Jahre
Anton29.12.1829Berndorf
Maria13.08.1830Berndorf05.11.1831Berndorf1 Jahr
Elisabeth01.11.1832Berndorf31.03.1902Hallein69 Jahre
Amalie09.06.1834Berndorf02.05.1871Hallein34 Jahre
Christian Jakob17.12.1835Hallein 25318.01.1836Hallein4 Wochen
Maria Johanna16.05.1838Hallein 25320.07.1838Hallein8 Wochen
Felix18.05.1840Hallein 25311.01.1884Hallein43 Jahre
xxx26.04.1841Hallein26.04.1841Hallein 253mit der Mutter gestorben
Kinder von Franz Xaver Gruber und Maria Breitfuss

Wie sehr der Siegeslauf seines Weihnachtsliedes und dessen weltweite Verbreitung inzwischen vorangeschritten war blieb von ihm unbemerkt. Es dürfte einzig dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV zu verdanken sein, dass letztlich die Urheber des Liedes noch zu Ehren kamen:

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795–1861), der das Lied besonders liebte, ist es zu verdanken, dass die Autoren heute noch bekannt sind: Seine Hofkapelle wandte sich 1854 an das Stift Sankt Peter (Salzburg) mit der Bitte um eine Abschrift des Liedes, das man fälschlich für ein Werk Michael Haydns (1737–1806) hielt. Auf diesem Weg stieß man eher zufällig auf den in Hallein lebenden Komponisten Franz Xaver Gruber, der daraufhin seine Authentische Veranlassung zur Composition des Weihnachtsliedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“ handschriftlich abfasste

Wikipedia, Stille Nacht, heilige Nacht

Im Jahre 1846 sollte Gruber im Alter von 55 Jahren noch einmal heiraten – nämlich die ebenfalls verwitwete Katharina Rieser, eine Freundin seiner verstorbenen Frau.

Am 07. Juni 1863 starb Conrad Franz Xaver Gruber in Hallein. Sein Wohnhaus beherbergt heute das Stille-Nacht-Museum und sein Grab ist als einzelne Grabstätte vor dem Haus verblieben.

Quelle: "https://www.salzburgerland.com/de/magazin/wp-content/uploads/2016/10/STILLE-N8_Hallein_2-1036x650.jpg"
Grabmal von Franz Xaver Gruber, Gruberplatz 1, Hallein

Von seinen zahlreichen Kindern erlebten nur wenige das Erwachsenenalter, darunter Franz Xaver und Felix Gruber, die beide eine musikalische Laufbahn einschlugen. Franz Xaver gründete im Jahre 1849 die Halleiner Liedertafel. Prof. Felix Gruber, Sohn von Felix Gruber, sollte die Liedertafel ab dem Jahr 1905 leiten.

Mein Großmutter muss ihn gekannt haben – er hinterließ eine kurze Widmung in ihrem Poesiealbum:

Eintrag im Poesie-Album meiner Großmutter durch Prof. Felix Gruber

  1. An dieser Stelle vermisst der Recherchierende wieder einmal die Verfügbarkeit der Kataster-Protokolle des Franz. Katasters zur Verifikation von Besitzverhältnissen, wie sie in NÖ oder STMK in fortschrittlicher Art online zur Verfügung stehen. SBG und OÖ hinken hier leider hinterher.
  2. Stille Nacht (stillenacht.at) – Franz Xaver Gruber

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3 Gedanken zu „Franz Xaver Gruber und die stille Nacht“

  1. Mir gefällt die Regelmäßigkeit und der zeitliche Bezug sehr, mit der der Herausgeber seine Beiträge posted. Und wie immer sehr kurzweilig zu lesen
    Weiter so!

  2. Michael Schrott

    F.X. Grubers Vater Josef hatte (zumindest) eine ältere Schwester Magdalena, die am 19.4.1737 ebenfalls ich Hochburg-Ach geboren wurde.
    TFB 1-217 Hochburg Ach OÖ, Bild 01_00219
    https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/hochburg-ach/101%252F01/?pg=219
    Weitere Geschwister von Josef sind wahrscheinlich und offenbar in einer anderen Pfarre getauft worden.
    Weiter oben in Ihrem Artikel steht „Maria Henninger“: Es muss „Fenninger“ heißen.
    Liebe Grüße
    P.S.: Ihr Artikel ist sehr schön gestaltet!

    1. Herzlichen Dank für die Ergänzung! Da habe ich gestern dann doch zu früh aufgegeben. Bei Magdalena sind Beruf und Herkunft („ein Wöber und Inwohner bey dem Österbauer“) besser lesbar als bei Joseph.
      Aber der Schlüssel zur Herkunft liegt wohl in der Ortsangabe bei der Trauung 1731 (TRB1, p.70, Bild ist im Artikel). Ich habe allerdings bislang noch keine Idee, welche Pfarre damit gemeint sein könnte.

      Vielen Dank auch für das Lob! Ich gebe mir Mühe 😉
      Liebe Grüße und schöne Feiertage!

      PS: Der Fehler ist korrigiert.

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