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	<title>Allgemeines &#8211; meine Vorfahren</title>
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	<description>ihr Einstieg in die Ahnenforschung</description>
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	<title>Allgemeines &#8211; meine Vorfahren</title>
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		<title>Monatsnamen in der Ahnenforschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2024 20:39:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[gregorianischer Kalender]]></category>
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					<description><![CDATA[Datumsangaben spielen in der Ahnenforschung eine große Rolle, drehen sich doch die meisten für die Genealogie relevanten Quellen um wichtige Ereignisse im Leben unserer Vorfahren und deren zeitliche Zuordnung. Daher ist es von zentralem Interesse, in den historischen Unterlagen das Datum korrekt zu entziffern. Mond- und Sonnenkalender Es würde zu weit führen, an dieser Stelle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-rank-math-toc-block" id="rank-math-toc"><h2>Inhalt</h2><nav><ul><li><a href="#mond-und-sonnenkalender">Mond- und Sonnenkalender</a></li><li><a href="#monatsnamen">Monatsnamen</a><ul><li><a href="#naturnahe-monatsnamen">naturnahe Monatsnamen</a></li><li><a href="#monatsnamen-in-osterreich">Monatsnamen in Österreich</a></li></ul></li></ul></nav></div>



<p>Datumsangaben spielen in der Ahnenforschung eine große Rolle, drehen sich doch die meisten für die Genealogie relevanten Quellen um wichtige Ereignisse im Leben unserer Vorfahren und deren zeitliche Zuordnung.</p>



<p>Daher ist es von zentralem Interesse, in den historischen Unterlagen das Datum korrekt zu entziffern. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="mond-und-sonnenkalender">Mond- und Sonnenkalender</h3>



<p>Es würde zu weit führen, an dieser Stelle die Entwicklung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kalender" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Kalender" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kalendersystemen</a> in der gesamten Menschheitsgeschichte zu diskutieren. Bestimmend dafür waren jedoch einerseits die Wahrnehmung von längerfristig wiederkehrenden Umweltereignissen wie den Jahreszeiten, alljährlichen Überschwemmungen wie der des Nils oder Tierwanderungen, die &#8211; genauso wie die Beobachtung astronomischer Phänomene &#8211; eine Taktung nach dem Sonnenjahr nahelegten. Dem gegenüber stand der wiederkehrende Verlauf der Mondphasen, der ebenfalls eine sehr klar erkennbare Taktung vorgab.</p>



<p>Viele historische Kalendersysteme waren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lunarkalender" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Lunarkalender" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mondkalender</a>. Mondkalender haben allerdings den entscheidenden Nachteil, dass sie nicht mit dem Sonnenjahr korrespondieren. Der Beginn des islamischen Jahres mit ca. 354 Tagen wandert daher jedes Jahr um 11 Tage gegenüber einem Sonnenkalender nach vorne.</p>



<p>Dieser Diskrepanz zwischen dem Mond- und dem Sonnenjahr wurde häufig durch Hinzufügen von Schaltmonaten begegnet. Diese Form von Kalendern nennt man <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lunisolarkalender" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Lunisolarkalender" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lunisolarkalender</a> (Mondkalender mit Anpassungen an das astronomische Jahr).</p>



<p>Das frührömische Kalendersystem war ein Lunisolarkalender. Doch welche Form es genau hatte wurde bereits in der Wissenschaft des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts heiß diskutiert. Zur Verifizierung der Thesen über die chronologischen Systeme wurden dabei immer wieder Überlieferungen + Datierungen zu historischen astronomischen Ereignissen &#8211; vor allem bedeutende Sonnen- und Mondfinsternisse &#8211; herangezogen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>[&#8230;] Gegenüber den genannten Autoren kommen die späteren, wie Ovid, Plutarch, weniger in Betracht, doch setzt der erstere ebenfalls zehn Monate voraus ; abweichend ist Plutarch<sup>1</sup>; nach ihm „waren die Monate der Römer (zu Romulus Zeit) sehr verworren und widersinnig, da sie einige nicht einmal zu 20, andere dagegen mit 35 und noch mehr Tagen ansetzten; sie kümmerten sich nicht um den Unterschied vom Laufe der Sonne und des Mondes, sondern achteten bloß darauf, daß das Jahr aus 360 Tagen bestünde.“ Nach­dem Plutarch den Numa als Verbesserer des Kalenders genannt und die Neueinrich­tungen des letzteren beschrieben hat, setzt er noch hinzu: „Viele behaupten, daß die zwei Monate Ianuar und Februar von Numa zuerst hinzugefügt worden und daß das römische Jahr an­fänglich nur zehn Monate gehabt habe.“ Die noch später lebenden, dem 3. bis 5.&nbsp;Jahrh. n.&nbsp;Chr. angehörenden Schriftsteller Censorin, Solinus, Servius, Macrobius stimmen, obwohl sie über die Aus­gleichung des ursprüng­lichen Jahres mit dem Sonnenlaufe etwas abweichende Ansichten kundgeben, in der Annahme von zehn Monaten überein (s.&nbsp;oben <a href="http://www.3eck.org/Ginzel/band2/par178.html#page221" target="_blank" rel="noopener">S.&nbsp;221</a> Anm. 1). Danach fing das Jahr mit dem Martius an, und die weiteren Monate waren Aprilis, Maius, Iunius, Quintilis, Sextilis, September, October, November, December; vier davon seien volle, nämlich mit 31 Tagen gewesen: Martius, Maius, Quintilis und October, die übrigen sechs hohle Monate mit nur 30 Tagen. Wir erhalten somit ein Jahr von 304 Tagen.</p>
<cite><em>Friedrich Karl GINZEL, Handbuch der technischen und mathematischen Chronologie<br>II. Band: Zeitrechnung der Juden, der Naturvölker, der Römer und Griechen, sowie Nachträge zum I. Bande. &#8211; p.221/222<br>(Leipzig; J. C. Hinrichs&#8217;sche Buchhandlung; 1911.)</em></cite></blockquote>



<p>Ohne uns zu tief in diese (nicht nur akademische sondern zum Teil auch sehr astronomische) Diskussion zu versenken, in der teils weit auseinandergehende Ansichten vorgetragen wurden &#8211; der Übergang zu einem reinen Sonnenkalender im Jahr 46. v.Chr. durch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Iulius_Caesar" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Iulius_Caesar" target="_blank" rel="noopener">Julius Caesar</a> stellt sicherlich einen bedeutenden Meilenstein dar. </p>



<p>Die Monatsnamen des frührömischen Kalender haben sich auch mit Cäsars Kalenderreform erhalten. Nach seinem Tod wurde um 44 v.Chr. der Monatsname Quintilis zu seinen Ehren in &#8222;Julius&#8220; umbenannt, &#8222;Augustus&#8220; anstelle des Sextilis sollte später noch folgen.</p>



<p>Im Norden Europas galt bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altskandinavischer_Kalender#Einf%C3%BChrung_der_christlichen_Zeitrechnung" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Altskandinavischer_Kalender#Einf%C3%BChrung_der_christlichen_Zeitrechnung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">altskandinavische Kalender</a> (ebenfalls ein Lunisolarkalender). Die Kirche setzte in ihrem Einflussbereich den julianischen Kalender durch und im Jahre 1582 verordnete Gregor XIII mit der päpstlichen Bulle <em>&#8222;inter gravissimas&#8220;</em> einen adaptierten Kalender mit verbesserter Schaltjahresregelung, der künftig nach ihm <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gregorianischer Kalender</a> heißen sollte.</p>



<p>Der neue Kalender wurde zuerst vor allem in der römisch-katholischen Welt verwendet. Viele protestantische Staaten blieben bis zum 18. Jahrhundert beim julianischen Kalender, was besonders in Gebieten mit gemischter Religion einige Verwirrung verursacht haben dürfte. Als echte Ausreißer dürfen allerdings die (süd-)osteuropäischen Staaten Russland, Rumänien und Griechenland betrachtet werden. Russland zog erst nach der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberrevolution" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberrevolution" target="_blank" rel="noopener">Oktoberrevolution</a> (die nach gregorianischem Kalender bereits im November stattgefunden hatte) nach und stellte seine Zeitrechnung am 1. Februar<sup><a>jul.</a></sup> / 14. Februar 1918<sup><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender" target="_blank" rel="noopener">greg</a></sup> um. Griechenland folgte 1923 und Rumänien vollendete die Angleichung Europas im Jahr 1924. All diese Umstellungen waren von Zeitsprüngen begleitet, welche die zunehmende Abweichung zwischen den beiden Kalendersystemen ausgleichen musste &#8211; im 20. Jahrhundert waren das bereits 13 Tage!</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="monatsnamen">Monatsnamen</h3>



<p>Nachdem der gregorianische Kalender auf dem julianischen basiert verwundert es nicht, dass auch die römischen Monatsnamen übernommen wurden.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-33233fb6 wp-block-columns-is-layout-flex" style="border-style:none;border-width:0px;margin-top:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--20)">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<ul class="wp-block-list">
<li>Januarius</li>



<li>Februarius</li>



<li>Martius</li>



<li>Aprilis</li>
</ul>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<ul class="wp-block-list">
<li>Maius</li>



<li>Junius</li>



<li>Julius</li>



<li>Augustus</li>
</ul>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<ul class="wp-block-list">
<li>September</li>



<li>Oktober</li>



<li>November</li>



<li>December</li>
</ul>
</div>
</div>



<p>Das altrömische Jahr begann am 1. März, wodurch auch die Monate September (der Siebte) bis Dezember (der Zehnte) zu ihrem Namen kamen. Die Monatsnamen &#8222;überlebten&#8220; die spätere Umstellung des Jahresanfangs auf den 1. Jänner. Auf diese Tatsache geht auch der Umstand zurück, dass diese Monate oft auch mit den Bezeichnungen <strong>7ber, 8ber, 9ber und 10ber</strong> bezeichnet wurden und in dieser Form in vielen Kirchenbüchern zu finden sind.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<p>Deutsche Monatsnamen finden sich erstmals prominent in der Schrift &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vita_Karoli_Magni" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vita Karoli Magni</a>&#8220; des fränkischen Gelehrten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Einhard" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Einhard" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einhard</a> über Karl den Großen. </p>



<p>Das Werk &#8211; eine umfangreiche Huldigung des Frankenkönigs und Kaisers &#8211; wird auf den Zeitraum 817 bis 836 datiert. Nach Schilderungen seines Privatlebens, seiner Familie und seines Charakters streicht Einhard in mehreren Kapiteln die Bildung und das kulturelle Interesse des Herrschers heraus. </p>



<p>In Kapitel 29 schließlich erfahren wir von den Verdiensten Karls um das fränkische Rechtswesen aber auch um die Pflege und Entwicklung der Sprache. Hier weist der Autor &#8211; allerdings in lateinischer Sprache &#8211; darauf hin, dass Karl der Große den Monaten Namen &#8222;in seiner eigenen Sprache&#8220; gegeben hätte. </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33%">
<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="459" height="600" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/11/Eginhard_Vita_Caroli_magni_imperatoris-Lettrine_V_historiee_Charlemagne_assis.jpg" alt="Historisierte Initiale V zu Einhard, Vita Karoli aus der Handschrift Paris, BnF, Latin 5927 fol. 280v, Abbaye Saint-Martial de Limoges, ca. 1050 (?)" class="wp-image-615" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/11/Eginhard_Vita_Caroli_magni_imperatoris-Lettrine_V_historiee_Charlemagne_assis.jpg 459w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/11/Eginhard_Vita_Caroli_magni_imperatoris-Lettrine_V_historiee_Charlemagne_assis-230x300.jpg 230w" sizes="(max-width: 459px) 100vw, 459px" /><figcaption class="wp-element-caption">Historisierte Initiale V zu Einhard, Vita Karoli aus der Handschrift Paris, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Biblioth%C3%A8que_nationale_de_France" target="_blank" rel="noopener">BnF</a>, Latin 5927 fol. 280v, Abbaye Saint-Martial de Limoges, ca. 1050 (?)</figcaption></figure>
</div>
</div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Mensibus etiam iuxta propriam linguam vocabula inposuit, cum ante id temporis apud Francos partim Latinis, partim barbaris nominibus pronuntiarentur. Item ventos duodecim propriis appellationibus insignivit, cum prius non amplius quam vix quattuor ventorum vocabula possent inveniri. Et de mensibus quidem Ianuarium <strong>uuintarmanoth</strong>, Februarium <strong>hornung</strong>, Martium <strong>lenzinmanoth</strong>, Aprilem <strong>ostarmanoth</strong>, Maium <strong>uuinnemanoth</strong>, Iunium <strong>brachmanoth</strong>, Iulium <strong>heuuimanoth</strong>, Augustum <strong>aranmanoth</strong>, Septembrem <strong>uuitumanoth</strong>, Octobrem <strong>uuindumemanoth</strong>, Novembrem <strong>herbistmanoth</strong>, Decembrem <strong>heilagmanoth </strong>appellavit.</em><br><br>(Den Monaten erlegte er auch Wörter nach seiner eigenen Sprache auf, da sie vor dieser Zeit bei den Franken teils mit lateinischen, teils mit barbarischen Namen ausgesprochen wurden. Ebenso benannte er die zwölf Winde mit eigenen Bezeichnungen, während zuvor nicht mehr als vier Namen von Winden gefunden werden konnten&#8230;)</p>
<cite>Wikisource, <a href="https://la.wikisource.org/wiki/Vita_Karoli_Magni#[29]" target="_blank" data-type="URL" data-id="https://la.wikisource.org/wiki/Vita_Karoli_Magni#[29]" rel="noreferrer noopener">Vita Karoli Magni</a></cite></blockquote>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="447" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/12/Stiftsbibliothek-Einsiedeln-Einhard-Vita-Karoli-cap.29-1-1024x447.png" alt="Stiftsbibliothek Einsiedeln - Einhard - Vita Karoli - cap.29

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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="355" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/12/Stiftsbibliothek-Einsiedeln-Einhard-Vita-Karoli-cap.29-2-1024x355.png" alt="Erste Nennung deutscch-sprachiger Monatsnamen in der Vita Karoli Magni" class="wp-image-625" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/12/Stiftsbibliothek-Einsiedeln-Einhard-Vita-Karoli-cap.29-2-1024x355.png 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/12/Stiftsbibliothek-Einsiedeln-Einhard-Vita-Karoli-cap.29-2-300x104.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/12/Stiftsbibliothek-Einsiedeln-Einhard-Vita-Karoli-cap.29-2-768x266.png 768w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/12/Stiftsbibliothek-Einsiedeln-Einhard-Vita-Karoli-cap.29-2.png 1203w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.e-codices.unifr.ch/en/sbe/0323/72/0/" data-type="URL" data-id="https://www.e-codices.unifr.ch/en/sbe/0323/72/0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Stiftsbibliothek Einsiedeln &#8211; Codex 323(1065) &#8211; Einhard &#8211; Vita Karoli &#8211; cap. 29</em></a></figcaption></figure>



<p>Germanisten legten allerdings Wert darauf, dass auch diese Namen bereits christlich überformt waren und leiteten die Ursprünge dieser Bezeichnungen von angelsächsischen Monatsnamen ab. Im Unterschied zur römischen Nomenklatur existieren eine Unzahl deutscher Namensbezeichnungen für Monate &#8211; eine einheitliche deutsche Monatsnamenreihe, die nicht auf römischen Bezeichnungen zurückgeht, konnte daher nie gefunden werden. Anbei ein Überblick über die Monatsnamen, die im 19. Jahrhundert Verwendung fanden <sup>(1)(2)</sup>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>1. Hartmond, Jenner, Hartung, Eismonat</li>



<li>2. Hornung</li>



<li>3. Lenzmond, März, Spröckel, Lenzmonat, Lenz</li>



<li>4. Ostermond, April, Ostering (später: Ostaring), Ostermonat</li>



<li>5. Wonnemond, Mai, Wonnemonat, Wunmond, Wunmonat</li>



<li>6. Brachmond, Brachmonat, Linding, Wendert</li>



<li>7. Heumond, Heumonat, Juli, Heuert</li>



<li>8. Ähren- oder Erntemond, Augst, Auchst, Ernting, Erntemonat, Erntert</li>



<li>9. Herbstmond, Herbstmonat, Scheiding, Arminsmonat</li>



<li>10. Weinmond, Weinmonat, Gilbhart, Freiheitsmonat</li>



<li>11. Windmond, Wintermonat, Nebelung, Laubriß, Nebelmonat</li>



<li>12. Heiligen- oder Christmond, Christmonat, Wending, Julmonat,<br>Jul-oder Weihnachtsmond, Weihnachtsmonat</li>
</ul>



<p>Die Monatsnamen in den romanischen Sprachen sind naturgemäß vom Lateinischen abgeleitet. Im slawischen Sprachgebrauch finden sich allerdings recht unterschiedliche Namensbildungen:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Monat</strong></td><td><strong>Tschechisch</strong></td><td><strong>Polnisch</strong></td><td><strong>Russisch</strong></td></tr><tr><td>Jänner<strong></strong></td><td>Leden</td><td>styczeń</td><td>janvarj</td></tr><tr><td>Februar</td><td>Únor</td><td>luty</td><td>fevralj</td></tr><tr><td>März</td><td>Březen</td><td>marzec</td><td>mart</td></tr><tr><td>April</td><td>Duben</td><td>kwiecień</td><td>aprelj</td></tr><tr><td>Mai<strong></strong></td><td>Květen &#8211; auch Máj</td><td>maj</td><td>maj</td></tr><tr><td>Juni</td><td>Červen</td><td>czerwiec</td><td>ijunj</td></tr><tr><td>Juli</td><td>Červenec</td><td>lipiec</td><td>ijulj</td></tr><tr><td>August</td><td>Srpen</td><td>sierpień</td><td>avgust</td></tr><tr><td>September</td><td>Září</td><td>wrzesień</td><td>sentyabr</td></tr><tr><td>Oktober</td><td>Říjen</td><td>październik</td><td>octyabr</td></tr><tr><td>November</td><td>Listopad</td><td>listopad</td><td>noyabr</td></tr><tr><td>Dezember</td><td>Prosinec</td><td>grudzień</td><td>dekabr</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Während im Russischen eine relative klare Ableitung von den lateinischen Monatsnamen zu sehen ist, variieren Tschechisch und Polnisch erheblich. </p>



<p>Ungarisch und Estnisch gehören wie das Finnische zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Finno-ugrische_Sprachen" target="_blank" rel="noopener">finno-ugrischen</a> Sprachen, doch in der Handhabung der Monatsnamen unterscheiden sie sich erheblich. Während sich Estnisch und Ungarisch klar an die lateinischen Begriffe anlehnen hat das Finnische gänzlich andere Namen gebildet. </p>



<p>Bei den baltischen Sprachen sticht wiederum das Litauische mit eigenen Monatsnamen heraus &#8211; im Unterschied zur lettischen Sprache.</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Monat</strong></td><td><strong>Finnisch</strong></td><td><strong>Ungarisch</strong></td><td><strong>Estnisch</strong></td><td><strong>Lettisch</strong></td><td><strong>Litauisch</strong></td></tr><tr><td>Jänner</td><td>Tammikuu</td><td>január</td><td>jaanuar</td><td>janvāris</td><td>Sausis</td></tr><tr><td>Februar</td><td>Helmikuu</td><td>február</td><td>veebruar</td><td>februāris</td><td>Vasaris</td></tr><tr><td>März</td><td>Maaliskuu</td><td>március</td><td>märts</td><td>marts</td><td>Kovas</td></tr><tr><td>April</td><td>Huhtikuu&nbsp;</td><td>április</td><td>aprill</td><td>aprīlis</td><td>Balandis</td></tr><tr><td>Mai</td><td>Toukokuu</td><td>május</td><td>mai</td><td>maijs</td><td>gegužė&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(8)"></a></td></tr><tr><td>Juni</td><td>Kesäkuu</td><td>június</td><td>juuni</td><td>jūnijs</td><td>birželis&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(9)"></a></td></tr><tr><td>Juli</td><td>Heinäkuu</td><td>július</td><td>juuli</td><td>jūlijs</td><td>liepa&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(10)"></a></td></tr><tr><td>August</td><td>Elokuu</td><td>augusztus</td><td>august</td><td>augusts</td><td>rugpjūtis&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(11)"></a></td></tr><tr><td>September</td><td>Syyskuu</td><td>szeptember</td><td>september</td><td>septembris</td><td>rugsėjis&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(12)"></a></td></tr><tr><td>Oktober</td><td>Lokakuu</td><td>október</td><td>oktoober</td><td>oktobris</td><td>spalis&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(13)"></a></td></tr><tr><td>November</td><td>Marraskuu</td><td>november</td><td>november</td><td>novembris</td><td>lapkritis&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(14)"></a></td></tr><tr><td>Dezember</td><td>Joulukuu</td><td>december</td><td>detsember</td><td>decembris</td><td>gruodis&nbsp;<a href="javascript:PlaySoundHtml5(15)"></a></td></tr></tbody></table></figure>



<p>Wie prägend die Monatsnamen des gregorianischen Kalenders durch Entdeckung, Eroberung und Besetzung auch weit entfernter Regionen im Laufe der Jahrhunderte werden sollten kann man erkennen, wenn man einen Blick auf die Wiktionary-Seiten zu den einzelnen Monatsnamen (Bsp.: <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/April" data-type="link" data-id="https://de.wiktionary.org/wiki/April" target="_blank" rel="noopener">April</a>) wirft, auf denen zu jedem Monatsnamen zum Teil über hundert Übersetzungen zu finden sind.</p>



<p>Dort entdeckt man Spuren der lateinischen Monatsnamen in Sprachen, in denen man sie wohl nicht vermutet hätte. Oder hätten sie im Tatarischen einen <em>апрелъ&nbsp;(aprel)</em> erwartet, oder einen <em>yennār, yānwār</em> oder auch <em>ǧānvī</em> in arabischen Sprachen-Varianten (auch wenn es sich dabei wohl um Lehnworte handelt)?</p>



<p>In manchen Sprachen wurde zwar die Logik der Namensgebung aus dem lateinischen übernommen, die einzelnen Monatsnamen wurden dann aber noch lokalisiert: Ein Beispiel dafür ist das Albanische, wo ein Teil der Monatsnamen gemäß der römischen Zählweise mit angepassten Zahlwörtern nummeriert wurden.</p>



<figure class="wp-block-table"><table><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">lateinischer Monats-Ursprung</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">albanisches Zählwort</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">albanischer Monatsname</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">September </td><td class="has-text-align-left" data-align="left">shtatë (sieben)</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">shtator</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Oktober </td><td class="has-text-align-left" data-align="left">tetë (acht)</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">tetor</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">November </td><td class="has-text-align-left" data-align="left">nëntë (neun)</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">nëntor</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left">Dezember </td><td class="has-text-align-left" data-align="left">dhjetë (zehn)</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">dhjetor</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Albanische Monatsnamen: <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/janar#janar_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">janar</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/shkurt#shkurt_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">shkurt</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/mars#mars_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">mars</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/prill#prill_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">prill</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/maj#maj_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">maj</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/qershor#qershor_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">qershor</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/korrik#korrik_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">korrik</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/gusht#gusht_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">gusht</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/shtator#shtator_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">shtator</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/tetor#tetor_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">tetor</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/n%C3%ABntor#nëntor_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">nëntor</a>&nbsp;| <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/dhjetor#dhjetor_(Albanisch)" target="_blank" rel="noopener">dhjetor</a></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading" id="naturnahe-monatsnamen">naturnahe Monatsnamen</h4>



<p>Eine Gemeinsamkeit findet sich jedoch in vielen nicht-lateinischen Monatsnamen: die Ableitung von Naturphänomenen, jahreszeitlichem Wetter oder Umweltbedingungen sowie den Abläufen im Ackerbau, die allen Völker bestens vertraut waren.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Monat</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td>Jänner</td><td>tschechisch: <strong><em>leden</em></strong>&nbsp;(Eis)</td><td></td><td></td></tr><tr><td>Februar</td><td>deutsch: <strong><em>Hornung</em></strong><br>wird oft als &#8222;Abwurf des Geweihs&#8220; des Hirschen gedeutet</td><td></td><td></td></tr><tr><td>März</td><td>tschechisch: <strong><em>Březen</em></strong>, <br>Monat, in dem die Birke <br>&#8211;<strong><em>bříza</em></strong>&nbsp;&#8211; ihren Saft lässt</td><td></td><td>finnisch: <strong>Maaliskuu </strong><br>(<em>maa:</em> Erde, Welt, Grund, Boden)<br>Umpflügen der frostbefreiten Erde <sup>4)</sup></td></tr><tr><td>April</td><td>tschechisch: duben<br>(<em>dub</em>: Eiche)</td><td>polnisch: <strong>kwiecień</strong><br>(<em>kwiecić</em>: zum Blühen bringen)</td><td></td></tr><tr><td>Mai</td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td>Juni</td><td>deutsch: Brachmonat<br>Brache als Zeit des Pflügens <sup>5)</sup></td><td>polnisch: <strong>czerwiec </strong><br>(von <em>czerw pszczeli</em>: Bienenbrut <sup>5)</sup>)</td><td></td></tr><tr><td>Juli</td><td>deutsch: Heumond, Heuert<br>Zeit der Heuernte</td><td></td><td>finnisch: <strong>Heinäkuu </strong><br>(<em>Heinä</em>: Heu)</td></tr><tr><td>August</td><td></td><td>litauisch: <strong>rugpiūtis </strong><br>(Roggenernte) <sup>6)</sup></td><td></td></tr><tr><td>September</td><td></td><td>litauisch: <strong>rugséjis </strong><br>(Roggensaat) <sup>6)</sup></td><td></td></tr><tr><td>Oktober</td><td>tschechisch: <strong>říjen</strong><br>(<em>říje</em>: Brunft)</td><td></td><td></td></tr><tr><td>November</td><td>tschechisch: <strong>listopad</strong><br>(von <em>listí</em>: Laub)</td><td></td><td></td></tr><tr><td>Dezember</td><td></td><td></td><td></td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption"><em>naturnahe, nicht-lateinische Monatsnamen</em></figcaption></figure>



<p>Die Tabelle ließe sich wohl spielend komplett füllen und wohl auch noch um zusätzliche Spalten erweitern. Sie zeigt eine tiefe Verbindung zur prägenden Natur, von der die Menschen abhängig waren.</p>



<p>Auch wenn es für unsere Belange der Ahnenforschung wohl etwas zu weit zurück geht: Eine ganz besondere Verbundenheit mit wiederkehrenden Naturphänomen hatten die Ägypter.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/03/GINZEL-Firedrich-Karl-Band-II-Aegypter-p.159.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="573" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/03/GINZEL-Firedrich-Karl-Band-II-Aegypter-p.159.png" alt="" class="wp-image-2121" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/03/GINZEL-Firedrich-Karl-Band-II-Aegypter-p.159.png 850w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/03/GINZEL-Firedrich-Karl-Band-II-Aegypter-p.159-300x202.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/03/GINZEL-Firedrich-Karl-Band-II-Aegypter-p.159-768x518.png 768w" sizes="auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Friedrich-Karl GINZEL, Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie, Band I, p.159</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Sie sind &#8211; möglicherweise aufgrund der Regelmäßigkeit der Nilüberschwemmungen &#8211; sehr früh zu einem Sonnenjahr übergegangen. Deutlich früher jedenfalls als die Römer. </p>



<p>Dementsprechend gliederte ihr Kalender seine 12 Monate &#8211; passend zum Verlauf des Nilstandes &#8211; in drei Jahreszeiten: Überschwemmung, Aussaat und Ernte <sup>7)</sup>.</p>



<p>Alle 12 Monate hatten 30 Tage und zusätzlich gab es zur Ergänzung auf einen 365-tägigen Kalender 5 sog. Epagomenentage.</p>
</div>
</div>



<h4 class="wp-block-heading" id="monatsnamen-in-osterreich">Monatsnamen in Österreich</h4>



<p>Zurück nach Österreich. In den österreichischen Kirchenbüchern finden sich überwiegend entweder lateinische Datumsbezeichnungen oder die auch heute gebräuchlichen deutschen Monatsnamen. </p>



<p>Im Habsburger Reich wurde die Matrikenführung durch die Reformen Maria-Theresias und Josef II. über mehrere Jahre hinweg in etlichen Gesetzen und Patenten immer stärker reguliert. Seit Jänner 1771 waren die Einträge in Tabellenform vorgeschrieben, auch die Inhalte der Spalten waren vorgegeben: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>&#8222;Anno 1770, den 28ten 9bris<br>Eß haben Ihre Kays: Königl: Apost: Maytt: unsere Allergnädigste Landesfürstin in der Angelegenheit des neuen Recroutirungs Sisteme dem Consitorio einige Formularien übergeben lass: nach welchen Künftig die Kirchen bücher Sowohl, als die quartallige Meld=Zetuln deren getauft= getraut und Verstorbenen einzurichten wären.&#8220;</em></p>
<cite><em>Diözesanarchiv Wien, Consistorialcurrenden 23/1, 1758-1781, zitiert nach Prof. Felix Gundacker, Matrikenführung, p.8 <sup>8)</sup></em></cite></blockquote>



<p>Im Juli 1771 wurde verfügt, dass die Matriken nur mehr in lateinischer oder deutscher Sprache verfasst werden durften. Durch diese Regelungen und die zunehmenden Verbreitung der vorgedruckten, tabellarischen Matriken finden sich in Österreich im 19. Jahrhundert bald (fast) ausschließlich deutschsprachige Matriken.</p>



<p>Die auf Karl den Großen zurückgehenden &#8222;altdeutschen&#8220; Monatsnamen blieben in unseren Gefilden ein Minderheitenprogramm. Ich masse mir nicht an zu beurteilen, ob die Nutzung derselben auf irgendeine Art von Deutschtümelei der sie verwendenden Kleriker hindeutet oder vielleicht &#8211; aufgrund des Verzichts auf die lateinische Sprache &#8211; eine stärkere Öffnung zur Bevölkerung und damit eine modernere Haltung erahnen lässt. Meinen Beobachtungen zufolge findet sich am ehesten noch &#8222;Hornung&#8220; für den Februar, alle anderen Namen kommen eher selten vor.</p>



<p>Am häufigsten finden sich die vom lateinischen Zahlwort abgeleiteten Kurzformen für die Monate September &#8211; Dezember, also <strong>7ber, 8ber, 9ber, 10ber </strong>oder <strong>Xber.</strong> Diese findet man unabhängig von der Art des Dokumentes &#8211; also Kirchenbücher oder z.B. grundherrschaftliche Aufzeichnungen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="193" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/BG-Ottenschlag-Haus-und-Verkaufsprotokoll-B-05-14-p.268-1024x193.png" alt="" class="wp-image-2326" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/BG-Ottenschlag-Haus-und-Verkaufsprotokoll-B-05-14-p.268-1024x193.png 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/BG-Ottenschlag-Haus-und-Verkaufsprotokoll-B-05-14-p.268-300x57.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/BG-Ottenschlag-Haus-und-Verkaufsprotokoll-B-05-14-p.268-768x145.png 768w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/BG-Ottenschlag-Haus-und-Verkaufsprotokoll-B-05-14-p.268-1320x249.png 1320w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/BG-Ottenschlag-Haus-und-Verkaufsprotokoll-B-05-14-p.268.png 1525w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Bezirksgericht Ottenschlag &#8211; Herrschaft Gutenbrunn &#8211; Heirats- und Verkaufsprotokoll B (1795-1807)</em></figcaption></figure>



<p>Doch nachdem viele Menschen in Österreich schon nach wenigen Generationen mit Vorfahren aus Böhmen, Mähren, Ungarn oder Schlesien konfrontiert sind kommt man bei der Suche nach den Ahnen hin und wieder auch mit tschechischen oder polnischen Monatsnamen in Berührung &#8211; auch im Raume der Monarchie! Im folgenden Beispiel wird man sich allerdings nicht nur mit dem tschechischen Monatsnamen <em>&#8218;unor(a)&#8216;</em> (Februar) befassen müssen sondern auch mit den Spaltenbeschriftungen in tschechischer Sprache, soweit die Inhalte der Spalten nicht selbst die Überschriften erklären.   </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="266" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/Pfarre-Zabori-u-Blatne-Tomus-14-Unor-p.78-1024x266.png" alt="" class="wp-image-2336" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/Pfarre-Zabori-u-Blatne-Tomus-14-Unor-p.78-1024x266.png 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/Pfarre-Zabori-u-Blatne-Tomus-14-Unor-p.78-300x78.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/Pfarre-Zabori-u-Blatne-Tomus-14-Unor-p.78-768x200.png 768w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/Pfarre-Zabori-u-Blatne-Tomus-14-Unor-p.78-1536x399.png 1536w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/Pfarre-Zabori-u-Blatne-Tomus-14-Unor-p.78-1320x343.png 1320w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2024/04/Pfarre-Zabori-u-Blatne-Tomus-14-Unor-p.78.png 1716w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Pfarre Záboří u Blatné &#8211; Tomus 14 (27. Februar 1843) &#8211; p.78</em></figcaption></figure>



<p>Im Habsburger Reich und wohl generell in Europa kommt man also mit den lateinischen Monatsnamen recht weit, doch vor allem im Norden und Osten Europas wird man hin und wieder doch mit Zeitangaben konfrontiert, die wir manchmal &#8211; mangels Kenntnis der lokalen Monatsnamen &#8211; erst mal als solche identifizieren müssen. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-small-font-size"><em>(1) <a href="https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/aufsaetze/grathoff-glossarartikel/monatsnamen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/aufsaetze/grathoff-glossarartikel/monatsnamen.html</a><br>(2) Die deutschen Monatsnamen, Dr. Karl Weinhold, Halle 1869, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses</em><br>(3) https://firsttimehelsinki.wordpress.com/2016/02/20/die-monate-in-finnisch/<br>(4) https://www.finteresting.net/de/2016/01/29/the-months-in-finnish/<br>(5) Grabarek S. (2003) &#8211; Die Monatsnamen im Deutschen und Polnischen mit Berücksichtigung der übrigen Westgermanischen und Westslawischen Sprachen<br>(6) Hofmann, Erich (1932) &#8211; Kultur und Sprachgeist in den Monatsnamen, <br><a class="  " href="https://www.jstor.org/journal/zeitvergspraindo" target="_blank" rel="noopener">Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der Indogermanischen Sprachen</a>, 60. Bd., 1./2. H. (1932)<br>(7) GINZEL, Friedrich-Karl (1906), Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie, Band I, p.159<br>(8) GUNDACKER, Felix (2018), Die Matrikenführung der römisch-katholischen und protestantischen Pfarrgemeinden in Österreich</p>



<p></p>
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		<title>Der Dresdner Fürstenzug &#8211; eine besondere Ahnentafel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 23:50:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Prominente]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnentafel]]></category>
		<category><![CDATA[Dresdener Fürstenzug]]></category>
		<category><![CDATA[Stammbaum]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Geschichte der eigenen Familie kann durchaus weit zurückreichen und in umfangreichen Ahnentafeln resultieren. Den meisten ist gemein, dass sie die sich immer weiter verzweigende Reihe der Vorfahren als baumartige Struktur abbilden &#8211; wenn auch aktuelle Programme zur Ahnenforschung auch andere Darstellungsarten unterstützen. Stammbäume von Herrscherhäusern waren dabei oft besonders umfangreich und wurden häufig sehr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Geschichte der eigenen Familie kann durchaus weit zurückreichen und in umfangreichen Ahnentafeln resultieren. </p>



<p>Den meisten ist gemein, dass sie die sich immer weiter verzweigende Reihe der Vorfahren als baumartige Struktur abbilden &#8211; wenn auch aktuelle Programme zur Ahnenforschung auch andere Darstellungsarten unterstützen.</p>



<p>Stammbäume von Herrscherhäusern waren dabei oft besonders umfangreich und wurden häufig sehr prächtig ausgestaltet &#8211; wie auch an diesem Exemplar einer <em>&#8222;Carte Genealogique&#8220;</em> des Hauses von Österreich zu sehen ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/stammbaum-haus-habsburg-1708-81f8cf-1024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="877" height="1024" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/stammbaum-haus-habsburg-1708-81f8cf-1024.jpg" alt="Beispiel einer Ahnentafel: 
Abstammung der europäischen Herrscherhäuser vom Haus Habsburg, 62 x 51 cm, Kupferstich, koloriert." class="wp-image-1433" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/stammbaum-haus-habsburg-1708-81f8cf-1024.jpg 877w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/stammbaum-haus-habsburg-1708-81f8cf-1024-257x300.jpg 257w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/stammbaum-haus-habsburg-1708-81f8cf-1024-768x897.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px" /></a></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Stammbaum des Hauses Habsburg, 1708 &#8211; Abstammung der europäischen Herrscherhäuser vom Haus Habsburg, </em><br><em>62 x 51 cm, </em><em>Kupferstich, koloriert. (Dorotheum, Wikimedia Commons)</em></p>



<p>Ein beeindruckendes Beispiel &#8211; was den Umfang betrifft &#8211; ist auch die lange <a href="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/09/FamilySearch-Ahnenreihe-Queen-Elizabeth-Maria-Stuart-v2.pdf" target="_blank" data-type="link" data-id="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2022/09/FamilySearch-Ahnenreihe-Queen-Elizabeth-Maria-Stuart-v2.pdf" rel="noreferrer noopener">Ahnenreihe Queen Elizabeths</a>, <br>auch wenn sie in nüchterner Darstellung auf einer Online-Genealogie-Plattform zu finden ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dresdner Fürstenzug</h4>



<p>Doch bei einem Besuch der äußerst sehenswerten Stadt Dresden bin ich einer besonderen Ahnentafel begegnet: <br>Dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstenzug" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstenzug" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dresdner Fürstenzug</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Dresden-Fuerstenzug4.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="381" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/Norddeutschland-2023-489-1.jpg" alt="Ausschnitt aus dem Dresdener Fürstenzug" class="wp-image-1436" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/Norddeutschland-2023-489-1.jpg 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/Norddeutschland-2023-489-1-300x112.jpg 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/09/Norddeutschland-2023-489-1-768x286.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Eine Ahnentafel mit einer Länge von über 100 Metern, bestehend aus ca. 23.000 Fliesen im Format 20,5 x 20,5 cm, sticht im Reigen pompöser  herrschaftlicher Selbstdarstellungen durchaus hervor. </p>



<p>Entworfen wurde das Werk ab 1865, ausgeführt schließlich zwischen 1873 und 1876 als Sgraffito-Malerei, um zum bevorstehenden 800-Jahre Jubiläum des Hauses <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wettiner" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Wettiner" target="_blank" rel="noopener">Wettin</a> eine adäquate Darstellung der lange Reihe an sächsischen Fürsten zu bieten, die dieses Geschlecht hervorgebracht hatte.</p>



<p>Der Reigen der abgebildeten Regenten reicht von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_I._(Mei%C3%9Fen)" target="_blank" rel="noopener">Konrad dem Großen</a>&nbsp;(1127–1156) bis zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_(Sachsen)" target="_blank" rel="noopener">Georg von Sachsen</a>, der von 1902 bis 1904 als König von Sachsen den Thron innehaben sollte.</p>



<p>Natürlich darf auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/August_II._(Polen)" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/August_II._(Polen)" target="_blank" rel="noopener">August II</a>, genannt &#8222;August der Starke&#8220;, nicht fehlen. Obwohl er &#8211; in Dresden muss man wohl sagen &#8222;ausnahmsweise&#8220; &#8211; nicht der Auftraggeber war, findet er sich in besonders dynamischer Position dargestellt im hinteren Bereich des Zuges. Wie wir im Zuge einer kurzweiligen Stadtführung erfahren durften, spielt August der Starke für Dresden wohl eine ähnliche Rolle wie Erzherzog Johann für die Steiermark. Wann immer gefragt wird, wer etwas erbaut, eingeführt oder initiiert hat, liegt man mit ihm als Antwort im Zweifelsfall nicht schlecht <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="824" consent-by="services" consent-id="825"/></p>



<p>Sein Sohn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/August_III." data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/August_III." target="_blank" rel="noopener">August III.</a> sollte übrigens auch Georgios Karagiannis, den Urvater der <a href="https://meinevorfahren.at/prominente/herbert_von_karajan/" data-type="post" data-id="338">Familie Karajan</a>, in den Reichsadelsstand erheben.</p>



<p>Bis zur Jahrhundertwende erlitt die Putzgratz-Technik durch die Witterung allerdings erhebliche Schäden, weshalb das Bild zwischen 1904 und 1907 durch Porzellanmaler der Königlichen Porzellan Manufaktur Meißen in einem aufwändigen Verfahren mit mehreren Brennvorgängen auf Keramikfliesen gebracht wurde. </p>



<p>Die penibel nummerierten Fliesen wurden schließlich in einem Zeitraum von 4 Monaten verlegt und überstanden auch den Feuersturm der Bombardierungen im Jahre 1945.</p>



<p></p>
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		<title>Adressen und Hausnummern in der Ahnenforschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2023 00:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>
		<category><![CDATA[Adressen]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hausnummern]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Beitrag möchte ich mich der Adresse im Allgemeinen und der Hausnummer im Besonderen widmen, die in der Ahnenforschung eine wichtigere Rolle spielen, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Doch wie soll man dieses Thema bearbeiten, wenn dazu schon unglaublich viel Kluges geschrieben wurde? &#8222;Ein Detail der Geschichte&#8220; Dieses Büchlein dreht sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-rank-math-toc-block" id="rank-math-toc"><h3>Inhalt</h3><nav><ul><li><a href="#ein-detail-der-geschichte">&#8222;Ein Detail der Geschichte&#8220;</a></li><li><a href="#ortsangaben-vor-einfuhrung-der-hausnummern">Ortsangaben vor Einführung der Hausnummern</a></li><li><a href="#vulgonamen">Vulgonamen</a></li><li><a href="#hausnamen-in-den-stadten">Hausnamen in den Städten</a></li><li><a href="#die-reformen-des-aufgeklarten-absolutismus">Die Reformen des aufgeklärten Absolutismus</a></li><li><a href="#die-beschreibung-der-seelen">Die Beschreibung der Seelen</a></li><li><a href="#die-muhen-der-ebene">Die Mühen der Ebene</a></li></ul></nav></div>



<p>In diesem Beitrag möchte ich mich der Adresse im Allgemeinen und der Hausnummer im Besonderen widmen, die in der Ahnenforschung eine wichtigere Rolle spielen, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.</p>



<p>Doch wie soll man dieses Thema bearbeiten, wenn dazu schon unglaublich viel Kluges geschrieben wurde?</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="ein-detail-der-geschichte">&#8222;Ein Detail der Geschichte&#8220;</h4>



<blockquote class="wp-block-quote has-small-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-small-font-size"><em>Dieses Büchlein dreht sich um ein vermeintliches Detail der Geschichte: Die Hausnummer. </em><br><em>So selbstverständlich ist sie in unserem Alltag geworden, dass man gar nicht auf die Idee kommt, sie könnte eine Geschichte haben. Doch wie für so viele Dinge gilt, dass auch die vertraute Hausnummer einmal erfunden werden und in das Alltagsleben der Menschen implementiert werden musste; ein keineswegs geradliniger Prozess, der von  vielen Widerständen und Schwierigkeiten geprägt war.<br>Ihren Siegeszug erlebt die Hausnummer im Zeitalter des so genannten Absolutismus und der Aufklärung. Sie wird nicht etwa eingeführt, um den in den Städten und Dörfern lebenden und arbeitenden Menschen die Orientierung zu erleichtern, oder um besonders zuvorkommend gegenüber Reisenden zu sein; vielmehr ist ihre Herkunft in jenem Grenzgebiet von Militär, Fiskus und vormoderner „Policeywissenschaft“ zu verorten, in jenem „Staub der Ereignisse“ (Foucault), der bis vor kurzem nur selten Eingang in die Geschichtsbücher fand.</em></p>
<cite><em>TANTNER, Anton &#8211; &#8222;Die Hausnummer &#8211; Eine Geschichte von Ordnung und Unordnung&#8220;</em></cite></blockquote>



<p>So beginnt Anton Tantner sein Buch &#8222;Die Hausnummer&#8220;, das verschiedenste Aspekte und Geschichten rund um die Hausnummer und ihre Einführung in unterhaltsamer und anekdotischer Form aufbereitet. Wissenschaftliches Fundament für dieses <em>Büchlein</em> stellt seine umfangreiche Dissertation &#8222;<em>Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen – Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie&#8220;</em> dar. Sowohl in seiner Dissertation als auch in seinem Buch bietet er eine umfassende Geschichte der Hausnummer in Österreich in einem Umfang, der den Rahmen dieses Artikels deutlich sprengen würde.</p>



<p>In der Ahnenforschung sind es zuallererst Namen und Datumsangaben, mit denen wir einzelne Personen identifizieren. Notfalls müssen Schätzungen aufgrund von Altersangaben uns helfen, zusammen passende Tauf-, Trauungs- und Sterbe-Ereignisse zu einem Lebenslauf zu verbinden.</p>



<p>Sobald es allerdings darum geht, die Kette in der nächsten Generation fortzusetzen,  wird der Ort zu einer bestimmenden Information. Da wäre zuerst die Pfarre zu erwähnen. Solange sich die Geschichte der Eltern in der gleichen Pfarre fortsetzt, ist ein wesentlicher Komplexitätsfaktor bei der Suche nach unseren Vorfahren ausgeschaltet. Über die Mobilität unserer Vorfahren und die Schwierigkeiten, die uns diese bereitet, wird an anderer Stelle zu berichten sein.</p>



<p>Doch selbst innerhalb einer Pfarre treffen wir oft auf viele Träger und Trägerinnen des gleichen Nachnamens, so dass die eindeutige Identifikation der Eltern nur aufgrund zusätzlicher Ortsangaben möglich ist. Um diesem Problem zu begegnen muss man sich bei der Suche noch nicht einmal in dicht bewohntem Stadtgebiet befinden. Eine durchgängig große Anzahl von Kindern bei gleichzeitig relativ hoher Sesshaftigkeit führt auch am Land häufig zu einer hohen Dichte an gleichen Nachnamen. </p>



<p>Am Beispiel der <a href="https://meinevorfahren.at/prominente/leopold-figl-kontinuitat-vom-land/" data-type="post" data-id="563">Familie FIGL</a> in der überschaubar großen Gemeinde Rust im Tullnerfeld lässt sich dies nachvollziehen.</p>



<p>Der Index des Taufbuches zwischen 1832 und 1874 zeigt uns eine schier unglaubliche Menge an Figls. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="729" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-2-Auszug-Index-Lit.-F-1024x729.png" alt="Pfarre Rust im Tullnerfeld - Taufbuch 2 (1832-1874) - Index Lit. F" class="wp-image-1226" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-2-Auszug-Index-Lit.-F-1024x729.png 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-2-Auszug-Index-Lit.-F-300x214.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-2-Auszug-Index-Lit.-F-768x547.png 768w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-2-Auszug-Index-Lit.-F.png 1066w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Ein ähnliches Bild kann in vielen anderen Pfarren mit vielen anderen Nachnamen gezeichnet werden. Auch die Schreibweisen von Namen war nicht in Stein gemeißelt und die daraus entstehende Variationsbreite kann sowohl der Unterscheidung dienlich (wenn durch eine andere Schreibweise tatsächlich eine andere Familie identifiziert wird) als auch verwirrend sein (wenn die gleiche Familie in unterschiedlichen Schreibweisen auftaucht).</p>



<p>Und hier treten die Adresse und im Speziellen die Hausnummer ins Rampenlicht. Sie erlauben uns zumeist, die Mitglieder einer Familie zu vereinen. Die Geburt der Tochter, des Sohnes, der vielen nach wenigen Tagen oder Wochen bereits wieder verstorbenen Geschwister, die Hochzeit der Eltern, die Geburt (zumeist) des Vaters und oft auch direkt des Großvaters &#8211; sie lassen sich häufig auf direktem Weg über die gleiche Angabe des &#8222;locus&#8220; in den Matriken finden. </p>



<p>Und wir können sie auf diesem Weg von den ebenso reichlich vorhandenen Ereignissen aus dem Leben der zahlreich vertretenen Verwandtschaft in diversen Graden, die oft nur ein paar Häuser weiter wohnte, trennen.</p>



<div class="wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Zur Mitte des 19. Jahrhunderts finden wir in den Kirchenbüchern bereits brauchbare Anschriften vor &#8211; so auch im Tullnerfeld.</p>



<p>Diese erlauben uns, an der Adresse <strong>&#8222;Rust 37&#8220;</strong> eine zusammenhängende Kette von Ereignissen zu bestimmen, die mit der Trauung von Franz Xaver Figl am 16.02.1830 beginnt.</p>



<p>Unter all den Josefs, Marias, Franzens und Leopolds gelingt es, die Heirat von Franz Xaver Figl und Maria Anna Strobel, die Geburt ihrer Kinder, die Ehe des Sohnes Franz mit der Cousine Juliana sowie die weiteren Geschicke des Enkerls Josef bis zur Geburt des Urenkels, des späteren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Figl" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bundeskanzlers Leopold Figl</a>, am 02.10.1902 zweifelsfrei zu identifizieren.</p>



<p></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Trauungsbuch-2-Franz-Xaver-FIGL-1830-Auszug-Adresse-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="868" height="527" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Trauungsbuch-2-Franz-Xaver-FIGL-1830-Auszug-Adresse-1.png" alt="" class="wp-image-1231" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Trauungsbuch-2-Franz-Xaver-FIGL-1830-Auszug-Adresse-1.png 868w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Trauungsbuch-2-Franz-Xaver-FIGL-1830-Auszug-Adresse-1-300x182.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Trauungsbuch-2-Franz-Xaver-FIGL-1830-Auszug-Adresse-1-768x466.png 768w" sizes="auto, (max-width: 868px) 100vw, 868px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-3-Leopold-FIGL-1902-Auszug-Adresse-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="277" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-3-Leopold-FIGL-1902-Auszug-Adresse-1-1024x277.png" alt="" class="wp-image-1232" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-3-Leopold-FIGL-1902-Auszug-Adresse-1-1024x277.png 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-3-Leopold-FIGL-1902-Auszug-Adresse-1-300x81.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-3-Leopold-FIGL-1902-Auszug-Adresse-1-768x208.png 768w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-3-Leopold-FIGL-1902-Auszug-Adresse-1-1320x358.png 1320w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Pfarre-Rust-Taufbuch-3-Leopold-FIGL-1902-Auszug-Adresse-1.png 1436w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>
</div>



<h4 class="wp-block-heading" id="ortsangaben-vor-einfuhrung-der-hausnummern">Ortsangaben vor Einführung der Hausnummern</h4>



<p>Auch vor der Einführung der Hausnummern waren Menschen, und die Häuser in denen sie wohnten, identifizierbar. Teils konnten sie über ihren Hausnamen adressiert werden, teils waren es lokale Ortsangaben, wie Weiler, Rotten oder Ämter, die dem Ortskundigen verdeutlichte, wo jemand zu finden war.</p>



<p>Als Beispiel seien hier aus der Familie meiner Frau ihre Vorfahren Simon, Sebastian und Joseph Sorger genannt, die zwischen 1736 und 1770 in St. Radegund am Schöckel bei Graz in ihren Tauf-, Trauungs- und Sterbebucheinträgen als &#8222;beym Rinnögger Kreuz&#8220; ansässig verortet wurden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Adressangaben-Rinnegger-Kreuz.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="983" height="879" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Adressangaben-Rinnegger-Kreuz.png" alt="" class="wp-image-1256" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Adressangaben-Rinnegger-Kreuz.png 983w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Adressangaben-Rinnegger-Kreuz-300x268.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Adressangaben-Rinnegger-Kreuz-768x687.png 768w" sizes="auto, (max-width: 983px) 100vw, 983px" /></a></figure>



<p>Ebenso wurden meine eigenen Vorfahren in Pichl bei Wels zwischen 1658 und 1767 über vier Generationen hinweg eindeutig als am &#8222;Holzinger Gütl&#8220; bei Uttendorf ansässig bezeichnet, bis 1803 die Geburt des nächsten Sprösslings &#8211; immer noch am selben Ort &#8211; unter der Hausnummer &#8222;Uttendorf 7&#8220; verzeichnet wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="667" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Familie-Aigner-Holzinger-Guetl-1024x667.png" alt="" class="wp-image-1257" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Familie-Aigner-Holzinger-Guetl-1024x667.png 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Familie-Aigner-Holzinger-Guetl-300x196.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Familie-Aigner-Holzinger-Guetl-768x501.png 768w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Familie-Aigner-Holzinger-Guetl-1320x860.png 1320w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/Familie-Aigner-Holzinger-Guetl.png 1347w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading" id="vulgonamen">Vulgonamen</h4>



<p>Haus- oder Vulgonamen sind auch heute noch in Teilen der Steiermark, Kärntens und Oberösterreichs in Verwendung. Sie entstanden als Folge der steigenden Bevölkerungszahlen im Mittelalter, wodurch es notwendig wurde, Träger des gleichen Vornamens durch Familien- oder Hofnamen treffsicherer zu unterscheiden. Sie leiten sich von Berufen, Besitzstrukturen, Funktionen und Ämtern, lokalen Gegebenheiten wie Flurnamen bis hin zu persönlichen Eigenschaften der Träger ab. </p>



<p>Im Weinbaugebiet Südsteiermark ist die Verwendung von Vulgo-Namen besonders geläufig. In dieser Region finden sich viele bekannte Weingüter, die auch gerne ihre historischen Hof-Namen angeben.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-border-color has-ast-global-color-4-border-color" style="border-style:dotted"><thead><tr><th class="has-text-align-left" data-align="left">Weingut</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">vulgo</th><th class="has-text-align-left" data-align="left">Ort</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.weingut-strauss.at/" target="_blank" rel="noopener">Weingut K &amp; G Strauss</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Schopper</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Gamlitz</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.adam-lieleg.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Adam-Lieleg</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Gottscheber</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Leutschach</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.trabos.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Trabos</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Sobetz</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Gamlitz</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.skofforiginal.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Walter Skoff</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Stani</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Gamlitz</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.weingut-langmann.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Langmann</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Lex</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">St.Stefan/Stainz</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.repolusk.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Repolusk</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Koschuh</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Glanz</td></tr><tr><td class="has-text-align-left" data-align="left"><a href="https://www.weingut-dietrich.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weingut Dietrich</a></td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Tischler</td><td class="has-text-align-left" data-align="left">Gamlitz</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;um nur ein paar zu nennen.</figcaption></figure>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading" id="hausnamen-in-den-stadten">Hausnamen in den Städten</h4>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p>In den größeren Städten wurden die Menschen über die Hausnamen adressiert. </p>



<p>Strassennamen sind zwar in Wien bis 1547 in Plänen nachweisbar<sup> (1)</sup>, doch gab es weder Straßenschilder noch Hausnummern zur Orientierung. </p>



<p>Doch bereits 1701 veröffentlichte Johann JORDAN, ein kaiserlicher Postamtsbriefträger, das erste Verzeichnis von Häusern und Hausinhabern <sup>(2)</sup> &#8211; somit einen Vorläufer des späteren Telefonbuches.</p>



<p>Doch die Adressierung über Hausnamen hatte ihre Tücken. Wie Anton Tanter beschreibt gab es in Wien allein in der Innenstadt sechs Häuser, die den Namen „zum goldenen Adler“ tragen, in den Vorstädten weitere 23 <sup>(3)</sup>. Auch &#8222;Goldene Hirschen&#8220; oder &#8222;Grüne Bäume&#8220; finden sich zu Hauf &#8211; somit ein unerschöpfliches Potential für Irrungen und Verwechslungen die nicht nur die Postzustellung behinderte sondern auch militärische Einquartierungen und polizeiliche Verfolgung und Massnahmen <em>&#8222;welche Leuthe hierorths zu gedulden oder von hier abzuschaffen seyn&#8220;</em>.</p>



<p></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="1024" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/JORDAN-Johann-Haeuserverzeichnis-Auszug-Stubenviertel-568x1024.png" alt="JORDAN, Johann - Schatz, Schutz und Schantz deß Ertz-Hertzogtumbs Oesterreich" class="wp-image-1264" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/JORDAN-Johann-Haeuserverzeichnis-Auszug-Stubenviertel-568x1024.png 568w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/JORDAN-Johann-Haeuserverzeichnis-Auszug-Stubenviertel-166x300.png 166w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/JORDAN-Johann-Haeuserverzeichnis-Auszug-Stubenviertel.png 571w" sizes="auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px" /></figure>
</div>
</div>



<p>Wie kam es nun dazu, dass eine Hausnummer die Identifikation und Verortung eines Hauses erleichterte?</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-reformen-des-aufgeklarten-absolutismus">Die Reformen des aufgeklärten Absolutismus</h4>



<p>Die Geschichte der Hausnummern ist eingebettet in die Modernisierung der Verwaltung des aufgeklärten Absolutismus im habsburgischen Reich. Bemühungen um höhere fiskalische Effizienz sind dicht verwoben mit militärischen Überlegungen und so entfaltet sich ab der Regentschaft Maria Theresias ein bunter Reigen an groß angelegten Projekten zur Modernisierung.</p>



<p>Der absolutistische Staat erkennt im 18. Jahrhundert zunehmend sein Interesse daran, über Größe und Beschaffenheit des seiner Herrschaft unterworfenen <em>Volckes</em> unmittelbar Bescheid zu wissen und entwickelt Instrumente, die den Souverän und seine Administration unabhängiger von der zuvor stark ausgeprägten mittelbaren Verwaltung durch die Grundherrschaften machen.</p>



<p>In den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Josephinische_Landesaufnahme" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Landesaufnamen</strong></a> wird &#8211; primär militärisch motiviert &#8211; eine kartografische Erfassung der habsburgischen Kronländer vorangetrieben. Zu schmerzhaft war das Fehlen zuverlässiger Landkarten im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg" target="_blank" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg" rel="noreferrer noopener">siebenjährigen Krieg</a> gewesen.</p>



<p>Die Neuordnung des Fiskalwesens durch den maria-theresianischen und den <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Josephinisches_Lagebuch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Josefinischen Kataster</a></strong> beruhte auf dem Gedanken, ein einheitliches Katasterwesen durch ein topografisch klar strukturiertes Ordnungssystem von Steuergemeinden zu schaffen. Der Ertrag sollte die Grundlage der Steuerlast sein. </p>



<p>In den Ansätzen von Maria-Theresia und Joseph II beruhte die Bewertung der Steuer noch auf einer Selbsteinschätzung &#8211; den sog. Fassionen. Erst im Franciszäischen Kataster, der ab 1817 unter der Herrschaft von Franz I erstellt wurde, bildete eine genaue Vermessung der Grundstücke und eine Einteilung in Nutzungsarten eine Basis zur einheitlichen Berechnung der Steuern. Auch dieser Kataster wurde begleitet von einer Landesaufnahme zur Verbesserung des militärisch wichtigen Kartenmaterials. All diese Maßnahmen trieben eine topologische Strukturierung voran.</p>



<p>Der Staat übernimmt auch die Regelung der <em><strong>Personenstandsführung</strong></em>. Zuvor war die Führung von Kirchenbüchern eine innerkirchliche Angelegenheit, die zu einem guten Teil dazu diente, das Vorliegen von Ehehindernissen zu überprüfen. Das Vorliegen eines geschlossenen Ehebandes, Blutsverwandtschaft, Schwägerschaft, Religionsverschiedenheit und das Fehlen des Mindestalters &#8211; zur Überprüfung alle dieser Ehehindernisse war die Führung der Matriken eine wichtige Voraussetzung.</p>



<p>Wie in anderen Monarchien des europäischen Kontinents geht unter Maria Theresia und Joseph II auch im Habsburger Reich der Staat in die Initiative. Sie verpflichten in mehreren Verordnungen die religiösen Gemeinschaften, eine umfassende Personenstandsführung durch die Pflege ihrer Kirchenbücher sicherzustellen. Sie ordnen auch die Tabellenform an, die nach anfänglich durchwachsenen Ergebnissen nach und nach zu deutlich verbesserter Lesbarkeit führt.</p>



<p>Doch die vielleicht größte Anstrengungen von allen sollte der Beginn der modernen Volkszählung sein: die <em>Conscription der Seelen</em>. </p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-beschreibung-der-seelen">Die Beschreibung der Seelen</h4>



<p>Bevölkerungsaufnahmen aller Art waren keine Erfindung des 18. Jahrhunderts. Wie Tantner ausführt, wurde bereits im Jahr 1645 in Wien eine Erfassung der Bevölkerung mit klar militärisch motiviertem Fokus angeordnet:</p>



<p>&#8222;<em>&#8230;sollten alle Leute in geistlichen, Frei- und bürgerlichen Häusern, sowohl in als ausserhalb der Stadt, von Manns- und Weibspersonen, Jung und Alt, Niemand ausgenommen, ordentlich beschrieben und dabei sonderlich dasjenige, was zum Gewehr tauglich und zwischen 18 und 60 Jahren ihres Alters sein, specificirt werden&#8230;</em>&#8220; <sup>(4)</sup></p>



<p>Doch bis zu den &#8222;Seelenbeschreibung&#8220; der Jahre 1753 &#8211; 1761 handelte es sich hier häufig um regional begrenzte und punktuelle Zählungen. Grundlage für Häuserbeschreibungen und Bevölkerungserhebungen in den Städten wie Wien, Prag und Triest war regelmäßig die <em>conservirung der sicherheit</em> aber auch die Überwachung und Diskriminierung der Juden.</p>



<p>Letztlich verwundert es wenig, dass die ersten Überlegungen, Häuser mit einer durchgehenden Nummerierung leichter auffindbar zu machen, nicht dazu gedacht waren, den Bürgern eine bessere Orientierung zu bieten, sondern dass sie für hilfreich bei der Organisation und Abwicklung der Beschreibungen, bei der Einquartierung des Militärs sowie für die Durchführung polizeilicher Maßnahmen gehalten wurden.</p>



<p><em>&#8222;Zur leichteren Besorgung der aufwändigen Beschreibung sollen alle Häuser in und vor der Stadt sichtlich ober den Fenster des ersten Stoks nummeriert werden, damit ohne lange Nachsprach, wo diese oder jene zu wissen nöthig habende Persohn wohne, jedermann durch den auf dem Beschreibungs-Zettul anmerkenden numerum (…) gleich aufgesuchet werden könne.&#8220;</em> <sup>(5)</sup></p>



<p> In Wien wurden diese Ansätze im Zuge der Seelenbeschreibung von 1754 nach Widerständen aus dem Magistrat wieder verworfen, während sie in Triest bereits umgesetzt wurden.</p>



<p>Ab 1753 beginnen die Versuche, im Habsburgerreich breitflächig regelmäßige Erhebungen durchzuführen um höhere und besser planbare Steuereinnahmen zu erzielen und das Rekrutierungswesen auf eine solidere Basis zu stellen. Kennzeichnend für diese Unternehmungen wird in weitere Folge die Verschränkung einer weltlichen Organisation mit militärischer Durchsetzung und Rückgriff auf geistliche Strukturen und Ressourcen (Kommunikantenverzeichnisse und Matriken) sein. Mit anderen Worten &#8211; es wurde ein enormer Apparat geschaffen.</p>



<p>Dennoch muss in den 1760er-Jahren zur Kenntnis genommen werden, dass die Ergebnisse eine gehörige Unschärfe und Ungenauigkeit aufweisen und die erhofften Anstiege an Steuereinnahmen ausblieben. Die Hofkammer schlägt zur Verbesserung der Ergebnisse und besseren Kontrolle der gemeldeten <em>Seelen</em> eine Nummerierung der Häuser vor:</p>



<p><em>&#8222;[W]ann die Haußer sammentl: numeriret würden so könnte die Fassio einer DorfsObrigkeit zur Controle der GrundObrigkeitl[ichen]: Fassion, und vice versa dienen&#8220;</em> <sup>(6)</sup></p>



<p>Dieser Vorschlag sollte eine umfangreiche Diskussion und Wortmeldungen der Stände aus dem gesamten Habsburgerreich zufolge haben ob eine solche Nummerierung überhaupt sinnvoll sei und falls ja, wie und durch wen und in welcher regionalen Gliederung zu nummerieren sei. Hier zeigt sich, dass das gesamte Vorhaben zu einer Zurückdrängung der Grundherrschaften führen wird, weil diese häufig keine zusammenhängenden Territorien bilden und daher als Nummerierungs-Grundlage ungeeignet sind.</p>



<p>Diese Diskussion zieht sich über Jahre bis sie im März 1770 mit einer ebenfalls lange andauernden Diskussion über die Neuordnung des militärischen Rekrutierungssystems konvergiert und Maria Theresia die Entscheidung trifft, dass die militärische mit der allgemeinen Erfassung der Bevölkerung zu vereinen und im Zuge dessen auch die Häusernummerierung vorzunehmen sei.</p>



<p><em>&#8222;Die Numeri hingegen sind ohne Anheftung besonderer Tafeln lediglich mit schwarzer Farbe durchgehends ober der HaußThüren sichtbar aufzuzeichnen, die Farbe wird das militare besorgen, und deren wenige Beköstung wird überall aus den CreisCaßen vorzuschießen, und Meinem Aerario aufzurechnen seyn.&#8220;</em> <sup>(7)</sup></p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-muhen-der-ebene">Die Mühen der Ebene</h4>



<p>Auch wenn die Seelenkonskription der Einführung der Hausnummern im Habsburgerreich auf breiter Fläche zum Durchbruch verhelfen sollte so war es doch noch ein langer Weg, bis diese neuen Technik einen stabilen Standard erreichte. Die Methode in habsburgischen Landen, ausgehend von der Nummer 1 (in Wien selbstverständlich die Hofburg) reihum ortsweise die Häuser zu nummerieren stieß vor allem in größerem und wachsenden Siedlungsgebiet rasch an ihre Grenzen. </p>



<p>Schon ein Blick auf die in drei Spalten dargestellten &#8222;neuen, alten, und älteren&#8220; Hausnummern in Anton Behsels 1829 herausgegebenem Häuserverzeichnis <sup>(8)</sup> zeigt, dass die Nummerierungs-Systeme noch nicht stabil waren. Bereits zu Behsels Zeit hatte es Neu-Nummerierungen gegeben und das rasche Wachstum der Stadt sowie die Eingliederung der Vorstädte im Jahre 1850 sollte weiteren Bedarf für Konsolidierung von Strassennamen und Nummern bieten. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="542" src="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/BEHSEL-Anton-Haeuserverzeichnis-Auszug-1024x542.png" alt="Auszug aus Anton BEHSELs Verzeichnis der Wiener Strassen - mit drei Spalten für die Hausnummer" class="wp-image-1278" srcset="https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/BEHSEL-Anton-Haeuserverzeichnis-Auszug-1024x542.png 1024w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/BEHSEL-Anton-Haeuserverzeichnis-Auszug-300x159.png 300w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/BEHSEL-Anton-Haeuserverzeichnis-Auszug-768x407.png 768w, https://meinevorfahren.at/wp-content/uploads/2023/06/BEHSEL-Anton-Haeuserverzeichnis-Auszug.png 1277w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Auch die unterschiedliche Nummerierung der Häuser der jüdischen Bevölkerung (die nicht zum Militärdienst verpflichtet war und daher nur summarisch der Konskription unterlag) war noch nicht das Ende der Fahnenstange &#8211; man stelle sich die Komplikationen vor, die ein Besitzwechsel zwischen jüdischen und katholischen Hauseigentümern mit sich brachte.</p>



<p>So dauerte es letztlich bis zum Jahr 1862, bis der Wiener Gemeinderat eine straßenweise Nummerierung beschloss, wie sie zu dieser Zeit auch bereits in Paris und anderen Städten üblich war und wie wir sie auch heute noch kennen. <sup>(9)</sup></p>



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<p>Ein Rundblick durch die europäischen Monarchien und Städte verdeutlicht, dass die Hausnummer schlichtweg eine Idee war, deren Zeit gekommen war. In weiten Teilen Europas werden zwischen der Mitte und dem Ende des 18. Jahrhunderts die Häuser nummeriert und letztlich zeigte sich, dass die erleichterte Auffindbarkeit der Häuser und der darin wohnenden Bevölkerung nicht nur der Obrigkeit diente sondern auch den Menschen erhebliche Vorteile brachte.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ol class="wp-block-list">
<li>Geschichte-Wiki der Stadt Wien, https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Stra%C3%9Fennamen</li>



<li>Geschichte-Wiki der Stadt Wien, https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Johann_Jordan</li>



<li>Tantner, Anton &#8211; Die Hausnummer, S. 10</li>



<li><em>SEDLACZEK, STEPHAN/LÖWY, WILHELM: Wien. Statistischer Bericht über die wichtigsten demographischen Verhältnisse. </em><br>W<em>ien: Gerold, 1887, S. 1 (WStLB Signatur 4.915-A).</em><br><br><em>Zitiert nach Tantner, Ordnung der Häuser &#8211; Beschreibung der Seelen, S. 20</em></li>



<li>Tantner, <em>Ordnung der Häuser &#8211; Beschreibung der S</em>eelen, S. 34</li>



<li>Tantner, ebd. S.57</li>



<li>Tantner, ebd. S.84</li>



<li>Geschichte-Wiki der Stadt Wien, https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Anton_Behsel</li>



<li>Geschichte-Wiki der Stadt Wien, https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/H%C3%A4usernummerierung</li>
</ol>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Mar 2023 00:43:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 15:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnenforschung]]></category>
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<p>In den Beiträgen auf dieser Seite will ich einen kleinen Einblick geben, mit welchen Quellen wir Einblicke in die Geschichte unserer Vorfahren gewinnen können.</p>



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